Im Virunga National Park leben sowohl Berggorillas als auch einige wenige Flachland-Gorillas. Wir stellen hier beide Gruppen vor.
Berggorillas
Berggorillas kommen nur in zwei kleinen Gebieten Afrikas vor, unter anderem an den bewaldeten Hängen der Virunga-Vulkane. Die Bemühungen, die noch bis 2018 vom Aussterben bedrohten Berggorillas zu schützen, haben inzwischen Früchte getragen.
Die Population hat sich über die Jahre deutlich vergrössert. Ende der 1980er Jahre zählte man insgesamt nur rund 620 Tiere. 2010 war der Bestand auf knapp 800 Tiere angewachsen, 2018 waren es bereits über 1000.
Berggorillas sind damit die einzige Gorilla-Unterart mit steigendem Bestand, dennoch werden sie vom IUCN weiterhin als „stark gefährdet“ bewertet. Neben Lebensraumzerstörung, illegaler Jagd und Tierhandel sind diese Tiere auch durch von Menschen übertragene Krankheiten (insbesondere Atemwegsinfektionen)gefährdet.
Bis 2020 wurden zwei weitere Berggorilla Familien im Virunga National Park angesiedelt und bis heute werden regelmässig Babies geboren.
Flachland-Gorillas
Die erfolgreiche Auswilderung von Flachland-Gorillawaisen in Tshiaberimu, Virunga, war eines der Highlights in 2025.
Es handelte sich hierbei um vier weibliche Östliche Flachland-Gorillas, die als Baby von Wilderern gerettet und von Menschen aufgezogen wurden. Für die Maßnahme wurde bewusst das Gebiet des Mount Tshiaberimu gewählt. Dort lebt eine von der übrigen Population isolierte kleine Population des Östlichen Flachland-Gorillas. Diese Gruppe bestand nur aus acht Tieren und war genetisch nicht überlebensfähig. Um sie zu retten und den Austausch von fremdem genetischen Material zu ermöglichen, wurden die vier Weibchen nach vielen Jahren der Planung ausgewildert.
Die Name der Weibchen sind Isangi, Lulingu, Mapendo und Ndjingala. Wir wünschen ihnen und dem Fortbestehen der Population das Allerbeste!
(Anmerkung: es sind noch keine Fotos von den Flachland-Gorillas vorhanden. Alle Bilder hier zeigen Berggorillas)











